17 Sep

Wassersäcke reichen nicht, Probleme müssen an der Wurzel gepackt werden!

Am gestrigen Mittwoch, den 16.9., stattete die Nachbarschafts-Initiative Platanenpower ihren 17 Bäumen am Hansa- und Hohenzollern-Ring, die sie 2018 in Verhandlungen mit der Stadt vor dem Fällen gerettet hatte, einen Besuch ab. Bewaffnet mit Kanistern und Gießkannen bewässerten die  Aktivist*innen die Platanen, Eichen und Kaiserlinden, die weiterhin unter der ungewöhnlichen Wärme leiden. Auf Plakaten mit dem Slogan „Gerettet um zu verdursten?!“ die an den Bäumen befestigt wurden, wiesen die Mitglieder auf die andauernde, ungewöhnliche Trockenheit und die Folgen des Klimawandels hin. 

Mit dieser symbolischen Gießaktion möchte Platanenpower betonen wie wichtig ein Umdenken in der Politik ist. Obgleich das Aufstellen von Wassertanks zum Bewässern der Bäume seitens der Stadt ein positives Signal darstellt, ändert es doch nichts an den Ursachen des Klimawandels. Hierfür wären nur mutige Entscheidungen, um den CO2 Ausstoß zu senken, ein Beitrag. Das hieße in einer Stadt wie Münster mehr alternative Energien, mehr Grünflächen, weniger Bodenversiegelung, weniger Automobilverkehr und eine Strategie zur Reduktion des Fleischkonsums.

11 Sep

Wen wählen für Hansa-Hafen?

Die Nachbarschaftsinitiative Platanenpower hat zur Orientierung der Wähler*innen im Hansaviertel eine Übersicht erstellt, die auf einen Blick die Positionen verschiedener Parteien zu Viertel-relevanten Themen vergleicht. Angefragt wurden dafür die CDU, FDP, SPD, Grünen, Linke, ÖDP, Volt und die Liste „Münster bunt und international“.

https://www.platanenpower.de/wp-content/uploads/2020/09/Wahlomat-PP.xlsx


I.

VERKEHRSKONZEPT 
CDUVeränderung der Verkehrssituation an der Wolbecker Straße, mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger
SPDAusbau der Radwege Umwidmung von PKW-Parkplätzen für Fahr- und Lastenräder, mehr Strafzettel für Wildparker 1-Euro Tickets und Azubi-Tickets für den Bus, Busvorrangspuren, umweltfreundliche Busse; Quartiersgarage, Regelungen zur Blockade des Durchgangsverkehrs
GRÜNEDie Schillerstraße soll zur echten Fahrradstraße werden. PKW-Parken nur noch einseitig
Parken Wolbecker Straße einseitig, Fahrräder auf die Straße
Hafenviertel: Reduktion Autoverkehr, Tiefgarage für Anwohner
Attraktive Fahrradstellplätze um den Bahnhof
Tempo 30 für Hansaring, Hohenzollernring, Wolbecker Straße
Bewohnerparkplätze im Herz-Jesu-Viertel
FDPkeine Rückmeldung
LINKEVerkehrsflächen zugunsten von ÖPNV und Fahrradfahrern und Fußgängern aufteilen
kostenloser ÖPNV
parkende PKW’s gehören nicht in den öffentlichen Raum: Quartiersgaragen
ÖDPAusbau von Busspuren im Innenstadtbereich, Pendler-Abos, Prüfung eines umlagefinanzierten (bestenfalls fahrscheinlosen!!) ÖPNV, klimafreundliche Busflotte, Taktverdichtung beim ÖPNV, Ausbau des Busbahnhofes unter Sperrung der Bahnhofstraße für den motorisierten Individualverkehr; Ampelvorrang und Straßennutzung für Radfahrer, Velorouten, Umwidmung von Auto-Parkplätzen für Fahr- und Lastenräder, autofreie Innenstadt, Tempolimit 30, Stopp für den Ausbau der B51
MS BUNT&INTAutofreie Innenstadt, kostenlose Busnutzung, 30 km Tempolimit in der Stadt „Shared spaces“ Auto und Rad, öffentlicher Güternahverkehr
VOLTGehwege nur für Fußgänger, breitere Fahrradwege und mehr Stellplätze für Räder intelligente Umgestaltung des Busnetzes und klimaneutrale Flotte; autoarme Altstadt, flächendeckende Tempo-30-Zone und Sackgassenprinzip nach dem Houten-Modell engere Taktung des ÖPNV plus Park+Ride Zentren mit E-Ladestationen und Leihrädern

II.

WOHNRAUM
CDUKonversion der Manfred-von-Richthofen Kaserne zu Wohnraum
SPDMilieuschutzssatzung, Anhebung des geförderten Wohnbaus in neuen Baugebieten auf 50% , kein weiterer Verkauf städtischer Grundstücke, mehr Kapital für Wohn-Stadtbau, städtische Unterstützung von Genossenschaften
GRÜNEBezahlbares Wohnen anstatt Hafenmarkt
Osmo: Wohnungen begrünen, verkehrsarmes Viertel, sozial Durchmischung der Bewohner
FDPkeine Rückmeldung
LINKEMilieuschutzsatzung
Städtischer Ankauf von Grundstücken um sie selber zu entwickeln
ÖDPGenerationenübergreifendes Wohnen, weitere Milieuschutz-Satzungen, Initiativen zum Wohnungstausch, keine Neubaugebiete im Umland, Altbausanierung mit Nachverdichtung
MS BUNT&INTKommunale Wohnsatzung, mehr Wohnungsbau durch die Wohn+Stadtbau und Einführung eines Mieter*innenrates ebenda,
VOLTnachhaltige Nachverdichtung , Meldepflicht für Vermieter*innen, effektive Milieuschutzsatzung, stärkere Bekanntmachung des Wohngeldes, sozialer Wohnungsbau, Mehrgenerationenhäuser

III.

GRÜNFLÄCHEN
CDUErhalt der Kleingärten MS-Ost
SPDbürgerfreundliche Gestaltung Hansaplatz, Unterstützung von Urban Gardening Projekten, Schutz der Grünflächen vor Müll und Vandalismus (?), Modernisierung der Bolzplätze
GRÜNEFrischluftschneisen von Bebauung freigehalten (Grünzug Lütkenbeck)
Erhalt der Kleingärten MS-Ost
FDPkeine Rückmeldung
LINKEKleingärten erhalten
Grundstücksaufkauf durch die Stadt um sie als Grünflächen zu nutzen
ÖDPErhalt und Schutz der verbliebenen Grün- und Naturflächen Münsters; Baumschutzssatzung, Urban Gardening auf städtischen Flächen, Durchgrünungskonzept auf privaten und kommunalen Flächen mit mehr Wildwiesen; Entsiegelungsprogramm
MS BUNT&INTBaumschutzsatzung, Begrünung der Dächer, Förderung von Urban Gardening und Farming
VOLTzusätzliche Grünflächen im Hansaviertel auch mit Optionen wie Dachbegrünung und vertikalen Gärten; jeden gefällten Baum mit einer Neupflanzung koppeln; öffentliche Grünstreifen, Beete etc. biodiversitätsfördernd bepflanzen; Gemeinschaftsgärten

IV.

EINZELHANDELSKONZEPT UND HAFENCENTER
CDU Bau des Hafencenters
SPDHafenmarkt mit Mehrzahl von Anbietern, Strategie „Einkaufsstadt 4.0“ für Verknüpfung von traditionellem und Online-Handel; Unterstützung der Außen-Gastronomie
GRÜNEUrbanes Quartier mit Schwerpunkt Wohnen, kein Hafencenter
FDPkeine Rückmeldung
LINKEKein Hafencenter
ÖDPEntwicklung des Hafencenters unter Einbeziehung der Bürger*innen
MS BUNT&INTKein Hafen-Center, die Menschen im Viertel sollen mit- oder besser selbst entscheiden was sie wollen
VOLTUmfunktionierung des Hafencenters entsprechend der Bürger*inneninteressen für Sport, Kultur und Gastronomie

V.

BÜRGERINNENBETEILIGUNG
 
CDUkeine Rückmeldung
SPDverbindliche Bürger*innenbeteiligung
GRÜNEViertelverträgliche Entwicklung, – Anwohner*innen anliegen berücksichtigen
FDPkeine Rückmeldung
LINKEmehr Bürger*innenbeteiligung
ÖDPZwingende Bürger*innenbeteiligung bei Großprojekten
MS BUNT&INTMehr Bürger*innenbeteiligung und kommunale Selbstverwaltung von Flächen, Unterstützung privater sozialer und kultureller Initiativen, Digitalisierung der Bürger*innenbeteiligung
VOLTzukünftig ernstere Bürgerbeteiligung bei neuen Bauvorhaben
07 Sep

Bezahlbare Mieten – Lebenswerte Stadt

Der KulturVerein Frauenstraße 24, der DGB Münster, der AStA der Uni Münster, der Mieter/innenschutzverein Münster und die Nachbarschaftsinitiative Platanenpower haben am 9.9.2020 (19-22 Uhr, Jovel, Albersloher Weg 54) eine Veranstaltung anlässlich der Kommunalwahl in Münster geplant, in der es um Zukunfts-Szenarien bezüglich der Wohnraumpolitik in Münster und der allgemeinen Stadtentwicklung geht. Dazu sind Vertreter der SPD, Grünen, Linken, der ÖDP und Liste „MS – Bunt und international“ eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber die Platzzahl ist begrenzt. Daher raten wir zum frühzeitigen Erscheinen.

23 Aug

Demo am 26.08., 16 Uhr, vor der Halle Münsterland

Platanenpower solidarisiert sich mit dem Demoaufruf des TuS Saxonia Münster und ruft zur Teilnahme an folgender Veranstaltung auf:

Pressemitteilung des TuS Saxonia Münster von 1883 e.V.

Der Vorstand des TuS Saxonia Münster von 1883 e.V. lädt am Mittwoch, dem 26.08.2020, ab 16 Uhr im Vorfeld der an diesem Abend stattfindenden letzten Ratssitzung vor der Kommunalwahl die Vertreterinnen und Vertreter aus Rundfunk und Presse zur Berichterstattung über dieDemonstration gegen die Stadtteilplanungen der SPD Münster vor die Halle Münsterland ein. Unterstützt werden die Sportlerinnen und Sportlerdabei von den benachbarten Kleingartenvereinen sowie weiteren Sportvereinen aus dem Stadtgebiet. Es ist eine breit aufgestellte, vereinsübergreifende Interessenkoalition, die gemeinsam gegen die von der Spitze der SPD-Ratsfraktion in Münster, Dr. Michael Jung und seinem Stellvertreter Matthias Kersting, im Juni vorgestellten Pläne zur Schaffung eines neuen Stadtteils Stellung bezieht. Die Sportlerinnen und Sportler des TuS Saxonia wehren sich gegen die Vorstellungen der SPD, nach denen unter anderem das derzeitige Vereinsgelände der Saxonen überbaut und die Sportanlagen an einen neuen, bislang noch unbekannten Standort verlagert werden sollen.Der Vorstand des TuS Saxonia Münster verweist auf die damit verbundene große Gefahrfür die bisherige breitensportliche und integrativeAusrichtung des Vereins mit seiner aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der umliegenden Stadtviertel zusammengesetzten Mitgliederstruktur und sieht den Bestand eines der ältesten Sportvereine Münster mit derzeit ca. 900 Mitgliedern massiv gefährdet. Die Bebauungspläne der SPD stoßen auch deshalb auf Unverständnis, weil derzeit mit viel ehrenamtlichem Engagement und einem hohen Betrag aus Steuergeldern in die Verbesserung der bestehenden Sportanlagen investiert wird. Der Protest der Saxonen gegen die Bebauungsplänewirddabeivon den benachbarten Kleingartenvereinen in vollem Umfang unterstützt. Diese hatten bereits im Juni massiv gegen die Planungen der SPD-Fraktionsspitze zur Errichtung eines neuen Stadtteils Stellung bezogen. Waren zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veröffentlichung noch die Kleingartenanlagen zwischen Dortmund-Ems-Kanal und Umgehungsstraße als Standorte für die Bebauungspläne der SPD vorgesehen, so schwenkten OB-Kandidat Michael Jung und die SPD schließlich um und beabsichtigen seitdem, das Vereinsgelände des TuS Saxonia zu überbauen. Der andauernde Protest der Kleingartenvereine begründet sich unter anderem damit, dass durch die Bebauung langfristig nachteilige Folgen für Natur und Klima sowie die Bevölkerung der Stadt Münster erwartet werden. Die Unterbrechung der Frischluftschneise, die massive Verdichtung und ökologische Entwertung weiterer Grünflächen und das zu befürchtende verstärkte Verkehrsaufkommen gefährden nach Überzeugung der Kleingartenvereine das bisherige Engagement für Naturschutz und Naherholung tausender engagierter Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Im Rahmen der Demonstration stehen die Vorsitzenden des TuS Saxonia Münster, Ralf Feldhaus, und stellvertretend für die Kleingartenvereine der Vorsitzende der IG Kleine Dahlkamp, Hans Baumann, für Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Presse und Rundfunk zur Verfügung. Ab 15.30 Uhr sind beide direkt neben der Kartenvorverkaufsstelle der Halle Münsterland zu finden. Sofern bereits vorab Informationen zu den Zielen der Demonstration erfragt werden sollen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

05 Aug

Vom Viertel fürs Viertel

Am Samstag, den 1. August 2020 hat sich die Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“ versammelt, um am Hansaring einen Schaukasten aufzustellen. Der Schaukasten soll dazu dienen, dass sich die Nachbarinnen und Nachbarn im Hansa/Hafen- und Herz-Jesu-Viertel über die Geschehnisse und Aktivitäten im Viertel informieren können.

Die interessierten Nachbarn und Nachbarinnen können sich über bevorstehende Treffen der Initiative, zukünftige Aktionen für die Stadtviertel und wichtige, anstehende Ereignisse erkundigen.

Gerne können sich Interessierte mit ihren viertelbezogenen Aushängen und Informationen an Platanenpower wenden.

21 Mai

Neues Stadtquartier „Neuhafen“ ignoriert alte Probleme

Die Nachbarschafinitiative „Platanenpower“ hat den Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses vom 13. Mai zum sog. Neu-Hafen irritiert zur Kenntnis genommen.

Die Stadt plant mit Investoren die Umgestaltung des Viertels ohne eine wirkliche Beteiligung der Anwohner*innen zu ermöglichen. Als gäbe es den erwirkten Baustopp für den „Hafen-Markt“ nicht. Nach wie vor ist die Verkehrsproblematik rund um den Hafen ungelöst. Eine Bebauung des halbinselgleichen Hafengeländes mit 690 Wohneinheiten sowie Büros, Hotel- und Gastronomiebetrieben mit bis zu angeblich 2000 Arbeitsplätzen würde die Situation für Hansa-Hafen und das Herz-Jesu Viertel deutlich verschärfen: ein enormer Zuwachs an Verkehrsbelastung, Luftschadstoffen und Lärm käme auf die Bürger*innen des Hansaviertels und die angrenzenden Stadtgebiete zu.

Der Hansaring und der Hafenweg sind bereits jetzt an der Belastungsgrenze, die Schillerstraße ist eine Fahrradstraße, die somit nicht im geplanten Umfang genutzt werden darf.

Dass sich auf dem großen Gelände der ehemaligen OSMO-Hallen endlich etwas tut, begrüßen sicher viele Münsteranerinnen und auch „Platanenpower“ freut sich über bezahlbaren Wohnraum. Doch was benötigt wird ist eine Lösung des Verkehrsproblems, wobei das Hafengelände im Ganzen betrachtet werden muss, mit besonderem Augenmerk auf das Hafenmarkt-Bauvorhaben.

„Platanenpower“ betont, dass auf dem Gelände viel Platz für mehr Grünflächen, soziale und kulturelle Einrichtungen, einen Treffpunkt für das Viertel unter Bäumen möglich wäre. Leider sind diese Punkte im Vorentwurf des Bebauungsplans in keiner Weise bedacht worden.

Platanenpower wird zusammen mit anderen Initiativen die Entwicklungen rund um den Hafen genau und kritisch verfolgen und auf eine echte Einbindung der Bürger*innen drängen, um somit ein weiteres befürchtetes juristisches Nachspiel zu vermeiden.

02 Mai

Nachbarschaftsfest 2020

Liebe Nachbarn, liebe Platanenpowerfreunde und -freundinnen!

Wir haben unser Nachbarschaftsfest dieses Jahr für den 27. Juni geplant, aber wegen Corona wird es uns sehr wahrscheinlich nicht möglich sein, den Termin einzuhalten, leider!

Wir werden bis Ende Mai abwarten und dann endgültig entscheiden,ob unser Fest verschoben wird, vielleicht in den September, ob es überhaupt stattfinden kann, oder ob es dieses Jahr ausfallen muss.

Falls Letzteres zutrifft, werden wir überlegen, eine kleine Veranstaltung zu organisieren, sozusagen als Trostpflaster, die wir, trotz aller Auflagen, gut realisieren können.

Wir lassen wieder von uns lesen, bis dahin wünschen wir euch Geduld, gute Ideen für die Freizeit, und vor Allem: Gesundheit!

Platanenpower

13 Mrz

Stellungnahme der Nachbarschaftsinitiative Platanenpower zur Haushaltsbefragung der Stadt Münster im Hafen-, Hansa-, und Herz-Jesu Viertel 2019

Die Stadt Münster hat nun die Ergebnisse ihrer eigenen Haushaltsbefragung im „Hafen-, Hansa-, Herz-Jesu-Viertel 2019“ veröffentlicht. Die Bürger des Viertels haben zur Frage „Was gefällt Ihnen am wenigsten in Ihrem Viertel“ geantwortet, dass ihnen an erster Stelle die Verkehrssituation am allerwenigsten gefällt (25,9%), gefolgt vom Bau des Hafencenters mit 19,5%. Es waren Rang 1 und 2 aus 82 verschiedenen Möglichkeiten.

Eine weitere Frage wurde zur Verschlechterung im Viertel innerhalb der letzten fünf Jahre gestellt. Am schlechtesten wurde an erster Stelle das Auto (Parken / Verkehr) mit 35,5% angegeben und an zweiter Stelle der Bau des Hafencenters mit 27% als Antwort auf die Frage „Wie hat sich ihr Stadtviertel in den letzten fünf Jahren verändert? Bitte nennen sie die wichtigsten Gründe für Verschlechterungen“. Aus über 45 aufgelisteten Antworten nannten über 60% der Befragten den Verkehr und den Bau des Hafencenters als die beiden Hauptgründe für eine Verschlechterung im Viertel.

Trotzdem hält die Stadtverwaltung weiter an der Planung zum Hafencenter fest.

Im neuen Flächennutzungsplan wird zusammenfassend zugegeben: „…Vorbelastungen existieren in Form von deutlichen Verkehrsbelastungen insbesondere entlang des Hansarings, in dessen Folge die Bereiche entlang des Hansarings hohen Belastungen aus Verkehrslärm mit Beurteilungspegeln oberhalb der geltenden Orientierungs- und Grenzwerte bis teilweise in den Grenzbereich der Unzumutbarkeit ausgesetzt sind. Eine Belastung durch Luftschadstoffe ist infolge der hohen Verkehrsbelastungen ebenfalls gegeben…“ sowie „… Für den Änderungsbereich sind infolge der Verkehrslärmvorbelastung am Hansaring vornehmlich zusätzliche Einwirkungen auf die Verkehrslärmsituation als erhebliche nachteilige Umweltauswirkung zu bewerten.“

Die Nachbarschaftsinitiative Platanenpower fragt sich, wie Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) in seiner Ansprache bei der Informationsveranstaltung der Stadt Münster am 3. März zum HafenCenter/HafenMarkt wohl wissend um die Ergebnisse der Umfrage sagen konnte, dass es nur noch um das „Wie“ und nicht um das „Ob“ des Baus des Hafencenters gehen würde.

Platanenpower zeigt sich sehr enttäuscht darüber, dass die Verwaltung unter der Leitung des Oberbürgermeisters Lewe sich nicht an die Ergebnisse ihrer eigenen Umfrage gebunden fühlt und sich gegen den Wunsch der Bürger*innen durchsetzen möchte.