11 Sep

Wen wählen für Hansa-Hafen?

Die Nachbarschaftsinitiative Platanenpower hat zur Orientierung der Wähler*innen im Hansaviertel eine Übersicht erstellt, die auf einen Blick die Positionen verschiedener Parteien zu Viertel-relevanten Themen vergleicht. Angefragt wurden dafür die CDU, FDP, SPD, Grünen, Linke, ÖDP, Volt und die Liste „Münster bunt und international“.

https://www.platanenpower.de/wp-content/uploads/2020/09/Wahlomat-PP.xlsx


I.

VERKEHRSKONZEPT 
CDUVeränderung der Verkehrssituation an der Wolbecker Straße, mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger
SPDAusbau der Radwege Umwidmung von PKW-Parkplätzen für Fahr- und Lastenräder, mehr Strafzettel für Wildparker 1-Euro Tickets und Azubi-Tickets für den Bus, Busvorrangspuren, umweltfreundliche Busse; Quartiersgarage, Regelungen zur Blockade des Durchgangsverkehrs
GRÜNEDie Schillerstraße soll zur echten Fahrradstraße werden. PKW-Parken nur noch einseitig
Parken Wolbecker Straße einseitig, Fahrräder auf die Straße
Hafenviertel: Reduktion Autoverkehr, Tiefgarage für Anwohner
Attraktive Fahrradstellplätze um den Bahnhof
Tempo 30 für Hansaring, Hohenzollernring, Wolbecker Straße
Bewohnerparkplätze im Herz-Jesu-Viertel
FDPkeine Rückmeldung
LINKEVerkehrsflächen zugunsten von ÖPNV und Fahrradfahrern und Fußgängern aufteilen
kostenloser ÖPNV
parkende PKW’s gehören nicht in den öffentlichen Raum: Quartiersgaragen
ÖDPAusbau von Busspuren im Innenstadtbereich, Pendler-Abos, Prüfung eines umlagefinanzierten (bestenfalls fahrscheinlosen!!) ÖPNV, klimafreundliche Busflotte, Taktverdichtung beim ÖPNV, Ausbau des Busbahnhofes unter Sperrung der Bahnhofstraße für den motorisierten Individualverkehr; Ampelvorrang und Straßennutzung für Radfahrer, Velorouten, Umwidmung von Auto-Parkplätzen für Fahr- und Lastenräder, autofreie Innenstadt, Tempolimit 30, Stopp für den Ausbau der B51
MS BUNT&INTAutofreie Innenstadt, kostenlose Busnutzung, 30 km Tempolimit in der Stadt „Shared spaces“ Auto und Rad, öffentlicher Güternahverkehr
VOLTGehwege nur für Fußgänger, breitere Fahrradwege und mehr Stellplätze für Räder intelligente Umgestaltung des Busnetzes und klimaneutrale Flotte; autoarme Altstadt, flächendeckende Tempo-30-Zone und Sackgassenprinzip nach dem Houten-Modell engere Taktung des ÖPNV plus Park+Ride Zentren mit E-Ladestationen und Leihrädern

II.

WOHNRAUM
CDUKonversion der Manfred-von-Richthofen Kaserne zu Wohnraum
SPDMilieuschutzssatzung, Anhebung des geförderten Wohnbaus in neuen Baugebieten auf 50% , kein weiterer Verkauf städtischer Grundstücke, mehr Kapital für Wohn-Stadtbau, städtische Unterstützung von Genossenschaften
GRÜNEBezahlbares Wohnen anstatt Hafenmarkt
Osmo: Wohnungen begrünen, verkehrsarmes Viertel, sozial Durchmischung der Bewohner
FDPkeine Rückmeldung
LINKEMilieuschutzsatzung
Städtischer Ankauf von Grundstücken um sie selber zu entwickeln
ÖDPGenerationenübergreifendes Wohnen, weitere Milieuschutz-Satzungen, Initiativen zum Wohnungstausch, keine Neubaugebiete im Umland, Altbausanierung mit Nachverdichtung
MS BUNT&INTKommunale Wohnsatzung, mehr Wohnungsbau durch die Wohn+Stadtbau und Einführung eines Mieter*innenrates ebenda,
VOLTnachhaltige Nachverdichtung , Meldepflicht für Vermieter*innen, effektive Milieuschutzsatzung, stärkere Bekanntmachung des Wohngeldes, sozialer Wohnungsbau, Mehrgenerationenhäuser

III.

GRÜNFLÄCHEN
CDUErhalt der Kleingärten MS-Ost
SPDbürgerfreundliche Gestaltung Hansaplatz, Unterstützung von Urban Gardening Projekten, Schutz der Grünflächen vor Müll und Vandalismus (?), Modernisierung der Bolzplätze
GRÜNEFrischluftschneisen von Bebauung freigehalten (Grünzug Lütkenbeck)
Erhalt der Kleingärten MS-Ost
FDPkeine Rückmeldung
LINKEKleingärten erhalten
Grundstücksaufkauf durch die Stadt um sie als Grünflächen zu nutzen
ÖDPErhalt und Schutz der verbliebenen Grün- und Naturflächen Münsters; Baumschutzssatzung, Urban Gardening auf städtischen Flächen, Durchgrünungskonzept auf privaten und kommunalen Flächen mit mehr Wildwiesen; Entsiegelungsprogramm
MS BUNT&INTBaumschutzsatzung, Begrünung der Dächer, Förderung von Urban Gardening und Farming
VOLTzusätzliche Grünflächen im Hansaviertel auch mit Optionen wie Dachbegrünung und vertikalen Gärten; jeden gefällten Baum mit einer Neupflanzung koppeln; öffentliche Grünstreifen, Beete etc. biodiversitätsfördernd bepflanzen; Gemeinschaftsgärten

IV.

EINZELHANDELSKONZEPT UND HAFENCENTER
CDU Bau des Hafencenters
SPDHafenmarkt mit Mehrzahl von Anbietern, Strategie „Einkaufsstadt 4.0“ für Verknüpfung von traditionellem und Online-Handel; Unterstützung der Außen-Gastronomie
GRÜNEUrbanes Quartier mit Schwerpunkt Wohnen, kein Hafencenter
FDPkeine Rückmeldung
LINKEKein Hafencenter
ÖDPEntwicklung des Hafencenters unter Einbeziehung der Bürger*innen
MS BUNT&INTKein Hafen-Center, die Menschen im Viertel sollen mit- oder besser selbst entscheiden was sie wollen
VOLTUmfunktionierung des Hafencenters entsprechend der Bürger*inneninteressen für Sport, Kultur und Gastronomie

V.

BÜRGERINNENBETEILIGUNG
 
CDUkeine Rückmeldung
SPDverbindliche Bürger*innenbeteiligung
GRÜNEViertelverträgliche Entwicklung, – Anwohner*innen anliegen berücksichtigen
FDPkeine Rückmeldung
LINKEmehr Bürger*innenbeteiligung
ÖDPZwingende Bürger*innenbeteiligung bei Großprojekten
MS BUNT&INTMehr Bürger*innenbeteiligung und kommunale Selbstverwaltung von Flächen, Unterstützung privater sozialer und kultureller Initiativen, Digitalisierung der Bürger*innenbeteiligung
VOLTzukünftig ernstere Bürgerbeteiligung bei neuen Bauvorhaben

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