{"id":792,"date":"2021-01-24T12:30:41","date_gmt":"2021-01-24T11:30:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.platanenpower.de\/?p=792"},"modified":"2021-01-24T12:30:42","modified_gmt":"2021-01-24T11:30:42","slug":"forderungen-an-die-parteien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.platanenpower.de\/index.php\/2021\/01\/24\/forderungen-an-die-parteien\/","title":{"rendered":"Forderungen an die Parteien"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachbarschaftsinitiative \u201ePlatanenpower\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Forderungen an die Parteien<\/p>\n\n\n\n<p>Wir, die Nachbarschaftsinitiative Platanenpower aus dem Hansa-Hafen und Herz-Jesu-Viertel wenden uns an Sie, um Ihnen unsere Erwartungen f\u00fcr die n\u00e4chste Legislaturperiode darzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten Sie auf unsere vier wichtigsten Anliegen f\u00fcr unsere und die angrenzenden Viertel hinweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um die Bereiche Gr\u00fcnfl\u00e4chen, Verkehr, Quartiersentwicklung und B\u00fcrgerbeteiligung.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Quartiersentwicklung<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dffl\u00e4chiger Einzelhandel wie das geplante Hafencenter ist in unserem Viertel nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Wir haben bereits jetzt eine \u00dcberversorgung durch Lebensmittelm\u00e4rkte vor Ort. Dementsprechend haben Umfragen der Stadtverwaltung M\u00fcnster gezeigt, dass das Hafencenter bei den Bewohner:innen in unserem Viertel unerw\u00fcnscht ist. Wir fordern stattdessen bezahlbaren Wohnraum, kleinteiligen Einzelhandel, Platz f\u00fcr Kultur und Soziales mit vielen Gr\u00fcnfl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die geplanten Projekte Hafencenter\/Osmo\/Neuhafen m\u00fcssen sich in die umliegenden Viertel einf\u00fcgen. Sie d\u00fcrfen nicht zu zus\u00e4tzlichem Verkehr und somit zu einer Zunahme von Umweltverschmutzung (L\u00e4rm und Autoabgasen) f\u00fchren. Wohnraum muss bezahlbar bleiben, insbesondere f\u00fcr Familien und Kleinverdiener:innen. Eine Verdr\u00e4ngung alteingesesser Bewohner:innen muss verhindert werden. Eine angepasste, vordefinierte Bauh\u00f6he muss eingehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Gr\u00fcnfl\u00e4chen<\/p>\n\n\n\n<p>Hansa-Hafen und das Herz-Jesu-Viertel leiden darunter, dass es dort keine gro\u00dffl\u00e4chigen Gr\u00fcnanlagen gibt. In einem der am dichtesten besiedelten Wohngebiete M\u00fcnsters w\u00e4chst die Bev\u00f6lkerung stetig , aber Ausgleichsfl\u00e4chen sind nicht vorhanden. Im S\u00fcden M\u00fcnsters befindet sich der S\u00fcdpark, im Norden der B\u00fcrgerpark Nord, der Schlosspark und Aasee mit seinen Gr\u00fcnfl\u00e4chen bis hin zum Allwetterzoo bieten eine Erholungsfl\u00e4che f\u00fcr die Bewohner des Westens unserer Stadt und die angrenzenden Gebiete der s\u00fcdwestlichen Innenstadt. Vergleichbares existiert in M\u00fcnsters Osten (Hansa-Hafen und Herz-Jesu) nicht. F\u00fcr uns Bewohner:innen von Hansa-Hafen und Herz-Jesu gibt es keinen Park, der eine auch nur ann\u00e4hernd so gro\u00dfe Fl\u00e4che zur Erholung bietet. Im Gegenteil, durch die Kanalerweiterung werden die einzigen vorhandenen Gebiete zur Freizeitgestaltung im Gr\u00fcnen \u2013 nicht nur f\u00fcr die Anwohner:innen \u2013 vernichtet. Eine entsprechende Kompensation dieser Fl\u00e4chen muss unbedingt vor Ort erfolgen. Dies auch vor dem Hintergrund des sich versch\u00e4rfenden Klimawandels, der ein Leben im urbanen Raum zusehends, besonders in den Sommermonaten, unertr\u00e4glich macht. Die Stadt M\u00fcnster wird deshalb in absehbarer Zeit nicht umhinkommen, zus\u00e4tzliche Gr\u00fcn- und Wasserfl\u00e4chen anzulegen. Es ist zudem darauf zu achten, dass ein gro\u00dfer Park bis hin zum Kanal auch als dringend ben\u00f6tigte Freiluftschneise f\u00fcr die Viertel und die Innenstadt dienen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Verkehr<\/p>\n\n\n\n<p>Noch immer stellt das hohe Verkehrsaufkommen eine der gr\u00f6\u00dften Belastungen f\u00fcr das Hansa-Hafen und Herz-Jesu-Viertel, und deren Bewohner:innen dar. Daher sind s\u00e4mtliche Projekte die zu einer Zunahme des Verkehrs in diesem Bereich f\u00fchren im Grundsatz falsch. Darunter sind auch gro\u00dffl\u00e4chige vierspurige Erweiterungen der zuf\u00fchrenden Stra\u00dfen zu verstehen. Sie f\u00fchren zu einer weiteren Zunahme des motorisierten Verkehrs bis in unsere Viertel hinein. Die Stadt M\u00fcnster muss deshalb beim Bund darauf dr\u00e4ngen, dass die B51 in dieser Form nicht ausgebaut wird und dass vor allem nicht die am Stra\u00dfenrand befindlichen B\u00e4ume gef\u00e4llt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Jahren einer autogerechten Ausrichtung muss nun die Zeit einer <em>auto-ungerechten<\/em> Stadtplanung beginnen. Dies hei\u00dft konkret, dass der automobile Verkehr unattraktiver gemacht werden muss und Alternativen zum motorisierten Individualverkehr gef\u00f6rdert werden. Das kann durch einen kostenlosen \u00f6ffentlichen Personennahverkehr, aber mindestens durch die Bevorzugung von Bus und Fahrrad geschehen. Als Beispiel sei die Umwandlung der Wolbecker Stra\u00dfe und des Hansaringes in Einbahnstra\u00dfen genannt. Die freiwerdenden Spuren sind dann jeweils dem \u00d6PNV und den Fahrr\u00e4dern zu \u00fcberlassen. So kann die Ringlinie auch wieder zu einer echten Ringlinie werden und den Hansaring befahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei allen zuk\u00fcnftigen Planungen, etwa f\u00fcr das Osmo-Gel\u00e4nde, ist auf ein autoarmes Konzept zu setzen. Fahrradstra\u00dfen m\u00fcssen hierbei nicht eine Ausnahme sein, sondern zur Regel werden. Fahrradstra\u00dfen sollen, wie das Wort es bereits sagt, f\u00fcr Fahrradfahrer:innen da sein. Es muss ausreichend Platz bereitgestalte werden, so dass sich entgegenkommende Fahrr\u00e4der inklusive Lastenr\u00e4der gefahrlos begegnen k\u00f6nnen. Praktisch bedeutet dies, dass Autos z.B. auf der Schillerstra\u00dfe nur im Schritttempo fahren d\u00fcrften und die Benutzung nur den Anlieger:innen erlaubt sein sollte, um Ihre gro\u00dfvolumigen Erledigungen durchzuf\u00fchren. Das Parken sollte auf Fahrradstra\u00dfen, also in unseren Vierteln auf der Schillerstra\u00dfe, verboten werden. Das wird aber von den Anwohner:innen nur dann akzeptiert werden, wenn fu\u00dfl\u00e4ufig alternative Parkm\u00f6glichkeiten f\u00fcr diejenigen unter ihnen, die auf ein Auto nicht verzichten k\u00f6nnen, angeboten werden. Eine Quartiersgarage, benutzbar mit dem Anliegerparkausweis auf dem Gel\u00e4nde des geplanten Hafencenters stellt eine gute L\u00f6sung dar.<\/p>\n\n\n\n<p>4. B\u00fcrgerbeteiligung<\/p>\n\n\n\n<p>Alle geplanten Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen mit den B\u00fcrgern:innen diskutiert werden. Nur eine ernst gemeinte B\u00fcrgerbeteiligung wird dazu f\u00fchren, dass Ver\u00e4nderungen von den Bewohner:innen unserer Viertel mitgetragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Alibiveranstaltungen wie Hafenratschlag \/ Hafendialog, die aus unserer Sicht nur von oben herab informieren und vermarkten wollen, was schon entschieden wurde, d\u00fcrfen sich nicht wiederholen. Vorschl\u00e4ge der B\u00fcrger:innen m\u00fcssen stattdessen ernst genommen und \u00fcberpr\u00fcfbar in die Entscheidungen einbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Platanenpower fordert deshalb:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Keine Gro\u00dfprojekte gegen den Willen der Bewohner:innen. Daf\u00fcr bezahlbarer Wohnraum, kleinteiliger Einzelhandel und Platz f\u00fcr Kultur und Soziales<\/li><li>Mehr Gr\u00fcnfl\u00e4chen<\/li><li>Weniger Autoverkehr in unseren Vierteln<\/li><li>Echte B\u00fcrgerbeteiligung statt Alibiveranstaltungen<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachbarschaftsinitiative \u201ePlatanenpower\u201c Forderungen an die Parteien Wir, die Nachbarschaftsinitiative Platanenpower aus dem Hansa-Hafen und Herz-Jesu-Viertel wenden uns an Sie, um Ihnen unsere Erwartungen f\u00fcr die n\u00e4chste Legislaturperiode darzulegen. Wir m\u00f6chten Sie auf unsere vier wichtigsten Anliegen f\u00fcr unsere und die angrenzenden Viertel hinweisen. Es handelt sich um die Bereiche Gr\u00fcnfl\u00e4chen, Verkehr, Quartiersentwicklung und B\u00fcrgerbeteiligung. 1. 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